Jugend in Zeiten von COVID – Interview mit Benjamin Schulz

Benjamin Schulz über die Jugendlichen in Wien, deren Sorgen und Ängste in Zeiten von COVID.

Lieber Benjamin, Du bist ja Vorsitzender der FSG Jugend Wien und auch Gemeinderat und hast täglich mit Jugendlichen zu tun. Wie geht es den Jugendlichen in Wien?

Die Corona Krise trifft alle Altersschichten und die Jugend ist besonders stark davon betroffen. Durch Schulschließungen, keine Möglichkeit auf eine Ausbildung, Lehre bzw. auf Weiterbildung, Kontaktverbot und abgesagte Veranstaltungen verpassen viele Jugendliche Chancen, die ihnen wichtig sind. Neben Existenzängsten gibt es auch eine psychische Dauerbelastung, u. a. durch die fehlenden wichtigen sozialen Kontakte.

Wie unterstützt Du und die Stadt Wien die Jugendlichen in dieser Situation?

Die Stadt Wien ist sich der Lage bewusst und hat viele wichtige Schritte gesetzt, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Deshalb wurden im Gemeinderat zahlreiche Maßnahmenpakete beschlossen, um die Aus- und Weiterbildung von jungen Menschen sicherzustellen. Sei es die Verdopplung der Lehrstellen der Stadt Wien oder die Schaffung des „Corona Wien Ausbildungsverbundes“, um vor allem die jungen WienerInnen in der Hotellerie und in der Gastronomie zu unterstützen.

Wie sieht es mit der Hilfe vom Bund aus?
Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sind einerseits der Lehrlingsbonus (Unternehmen erhalten Geld pro aufgenommenen Lehrling), andererseits wurde eine Taskforce zur Jugendbeschäftigung präsentiert. Bis dato gibt es aber noch keine konkreten Maßnahmen, um vor allem mehr Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze zu schaffen.
Hier geht es um
Tausende Einzelschicksale, welche uns nicht egal sein dürfen!