Ruth Becher zum Internationalen Frauentag

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Liebe Donaustädterinnen und Donaustädter!

Nicht im Mittelpunkt aber tragende Säule des Systems
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Die Corona-Krise ist auch eine Krise vieler Frauenschicksale.
Während fast ausschließlich Männer vor den Fernsehkameras die Position der „Krisenbewältiger“ beanspruchen, leisten vorwiegend Pflegerinnen, Pädagoginnen und Verkäuferinnen im Lebensmittelhandel die Knochenarbeit, um unser System am Laufen zu halten.
Und die unbezahlte Arbeit der Frauen ist durch Aspekte wie Homeschooling so angewachsen, dass viele Frauen erschöpft und ausgebrannt von Tag zu Tag leben. Die geringe öffentliche Wahrnehmung resultiert aus dem Umstand, dass die Gesellschaft schon vorher entsprechende Wertschätzung (und Entlohnung) für Frauenarbeit verweigerte.

Als SPÖ sagen wir: Frauen sind Krisenmeisterinnen – seit immer!

Maßnahmen der Stadt

Unter der Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal setzt hier Maßnahmen und stellt zusätzlich 1,3 Millionen Euro an Budget für die Frauenförderprogramme des waff, und damit für die berufliche Weiterbildung von Frauen in Wien zur Verfügung. In Notsituationen ist mit dem 24-Stunden Frauennotruf und beim Frauenhaus-Notruf rund um die Uhr Hilfe abrufbar und im Frauenzentrum der Stadt Wien gibt es kostenlose, vertrauliche und anonyme Beratung von Juristinnen, Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen.

Das Vergessen nach der Krise

Doch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene könnte es im schlimmsten Fall in der Zeit nach den Impfungen zu einer neuen Selbstverständlichkeit im Umgang mit der Lastenverteilung zwischen Mann und Frau und der unfairen Verteilungsgerechtigkeit kommen, obwohl mit dem Virus eigentlich auch viele Sexismen ausgemerzt gehörten. Die unglaubliche Leistung der Frauen ist keine Selbstverständlichkeit und muss Anerkennung finden und selbstverständlich auch materiell!