Die Millionärssteuer als Beitrag zur Krisenbewältigung

Bild: GPA
Wie auch die SPÖ fordern die Gewerkschaften eine Millionärssteuer. Wir haben Barbara Teiber, der Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, ein paar Fragen zu dem Modell der Gewerkschaften gestellt.

Liebe Barbara, als Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten forderst Du die Einführung einer Millionärssteuer. Warum denkst Du, soll diese gerade jetzt in einer Covid Krise eingeführt werden?

Die Hilfspakete in der Krise kosten Milliarden. Es darf nicht sein,  dass am Ende die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer alleine alles stemmen müssen.
Die Millionärssteuer wäre wichtig als Beitrag zur Krisenbewältigung.

Werden bei der Millionärssteuer die Häuslbauer zur Kasse gebeten?

Überhaupt nicht, denn die wenigsten Häuslbauer haben ein Vermögen von über einer Million, wohlgemerkt ohne Schulden. Unser Modell trifft die reichsten vier bis fünf Prozent der Haushalte.

Was wäre die Alternative zu einer Millionärssteuer?

Wenn keine Millionärssteuer kommt, dann werden die Krisenkosten mit Sozialabbau oder neuen Massensteuern bezahlt werden müssen. Das trifft die breite Masse, und das kann niemand wollen.

Fünf gute Gründe für eine Millionärssteuer